Standort: Martinsplatz 7
Kulturpunkt Nr. 52
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2 und 4 bis 7 erreicht.
1849 wurde erstmals eine Briefsammelstelle in Mattersdorf eingerichtet, ab 1850 als Postamt, mit wechselnden Standorten (z.B. Bahnstraße und Hauptplatz). Von 1931 bis 2011 in diesem Gebäude, es steht teilweise unter Denkmalschutz.
Zuvor stand auf der gesamten Breite des Martinsplatzes (früher Brückengasse) das Grafl-(Kaminschek-)Haus. Vor 1629 errichtet war das große zweigeschossige Haus Standort mehrerer Geschäfte und Wohnungen.
Um 1810 betrieb Franz Xaver Lager einen Seifensieder- und Bürstenbinderbetrieb und die Familie Lorenz eine Tischlerei in diesem Haus. Der Verwalter des fürstlichen Meierhofes in Mattersdorf Adam Liszt lernte bei seinen geschäftlichen Verhandlungen in der Tischlerei Lorenz die Tochter des Seifensieders, Anna Lager kennen und heiratete sie später. Beide waren die Eltern des Komponisten Franz Liszt.
Die Eigentümerfamilie Grafl führte zuletzt eine Fleischerei und verkaufte das Gebäude mit dem Innenhof 1927 an die Stadtgemeinde. Nach dem Abriss des Gebäudes wurde der Teil an der Michael Koch-Straße 1929 für das Postamt, der zweite Teil wurde 1951 dem Landesgendarmeriekommando zur Verfügung gestellt.