Standort: Schubertstraße 53
Kulturpunkt Nr. 77
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 2 und 4 bis 7 erreicht.
Im Urbar der Grafschaft Forchtenstein bereits im Jahr 1500 als öde Mühle erwähnt, wechseln die Eigentümer vielfach durch Heirat, Erbe oder Kauf, bis 1829 Michael Bauer Eigentümer der Mühle wird. Die Mühle wird durch ein großes unterschlächtiges Wasserrad im Mühlbach angetrieben und ist nicht besonders leistungfähig. Hermine Bauer übernimmt 1906 nach ihrem Mann den Mühlenbetrieb und baut die Mühle auch aus. Zusätzlich zur Wasserkraft kommen 1928 zwei Dieselmotoren, 1947 werden diese durch einen Elektromotor erstzt.
Nach ihrem Tod 1952 übernahmen Tochter und Schwiegersohn Pulcheria und Karl Mörz den Betrieb, gaben ihn bald aber an deren Tochter Olga und ihren Mann Oskar Schobert weiter. 1968 wurde der Betrieb wegen Insolvenz geschlossen, 1972 kaufte die Stadtgemeinde die gesamte Liegenschaft. Zuerst wurden die Lehrwerkstätten der Berufsschule gebaut und das vordere Objekt an das Institut für Gegenwartsvolkskunde vermietet
2014 wurde die Mühle in ein Veranstaltungzentrum umgebaut, Träger ist eine gemeindeeigene GmbH, die auch seit 2021 alle weiteren Räume an die Berufsschule vermietet hat.