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Bezirksgericht (vermutlich alte Burg)

 

Standort: Gustav Degen-Gasse 13
Kulturpunkt Nr. 11
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2, 4 und 7 erreicht.

 

Bereits 1629 erstmals erwähnt, 1648 als Wohnhaus einer jüdischen Familie. 1703 kaufte das Objekt die Gemeinde als Gemeindehaus und Gemeindegasthaus. Ab 1740, nach dem Bau eines neuen Gemeindegasthauses (beim Bruderhof – Kulturpunkt 70), wurden Offizierswohnungen eingerichtet.

Ab 1872 wurde das Bezirksgericht untergebracht, ab 1882 bis 1910 die Gemeindeverwaltung und ab 1894 auch das Grundbuch. 1969 wurde das Gebäude abgerissen und ein neues Bezirksgericht gebaut.

Anzunehmen ist, dass auf diesem Grundstück und dem umliegenden Areal im 12. Jahrhundert auch der Standort der Wasserburg der Grafen von Mattersdorf war. Die Burg der Grafen musste nach der "Güssinger Fehde" vor 1294 bereits geschleift werden. Der Standort der Burg im ehemals versumpften Wulkatal scheint durch Mauerwerkfunde bei Grabungsarbeiten in der unmittelbaren Umgebung als sehr wahrscheinlich.