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Ehemalige Gewerbliche Berufsschule

 

Standort: Bahnstraße 43
Kulturpunkt Nr. 38
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2 und 4 erreicht.

 

Bereits 1896 wurde die "Gewerbelehrlingsschule Mattersdorf" gegründet und gilt damit als eine der ältesten Berufsschulen Österreichs.

Zuerst mit zwei Klassen in der Volksschule (damals Hauptplatz, ab 1914 in der Schulgasse bis Sommer 1931), später mit bis zu vier Klassen geführt. Ab 1921 bis 1945 als "allgemeine Fortbildungsschule" und ab 1946 als "Gewerbliche-Kaufmännische Fortbildungsschule" für alle Berufssparten geführt. Erst ab 1950 durch die Gründung von weiteren Landesberufsschulen wurden in Mattersburg nur mehr bestimmte Lehrberufe ausgebildet, jetzt sind dies die Gas-, Wasserleitungsinstallateure und Zentralheizungsbauer, die Spengler, die Autokarosseure und die Mechatroniker.

Das Haus in der Bahnstraße wurde 1930 und 1931 gebaut, den Bauplatz stellte die Stadtgemeinde zur Verfügung, Bauherr was das Gewerbeförderungsinstitut (heute Kammer der gewerblichen Wirtschaft). Die Werkstätten der Schule waren ab 1973 in neuen Hallen auf dem Grundstück der Bauermühle in der Schubertstraße. 1984 wurde in der Bahnstraße das Schülerheim neu gebaut und das Gebäude saniert. Weil der getrennte Unterricht in der Theorie (Bahnstraße) und der Praxis (Schubertstraße) immer schwieriger zu planen war, hat die Stadtgemeinde die frei gewordenen Räume der FEZ GmbH in der Bauermühle langfristig angemietet und die Klassen ab dem Schuljahr 2021/2022 mit den Lehrwerkstätten in der Bauermühle zusammengelegt.

Das Gebäude in der Bahnstraße wurde 2023 an die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft verkauft und soll zu Wohnungen umgebaut werden.