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Eisenbahnviadukt

 

Standort: Michael Koch-Straße
Kulturpunkt Nr. 42
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2, 4 und 5 erreicht.

 

Von Baumeister Mathias Schönerer wurde die erste Eisenbahnstrecke auf dem heutigen burgenländischen Gebiet als Teil der Verbindung Wr. Neustadt-Sopron-Budapest geplant und von Frühjahr 1845 bis Sommer 1847 gebaut. Die erste Probefahrt fand am 2. August 1847 statt, eröffnet wurde die Strecke am 20. August 1847.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das große Viadukt über das Wulkatal, mit den gleichen Konstruktionsmerkmalen wie die einige Jahre später errichteten Viadukte der Semmeringbahn. Die Brücke ist 250 m lang, 8,85 m breit und bis zu 18 m hoch, 21 verschieden konstruierte Stützpfeiler tragen 20 Bögen. Die Pfeiler sind verschieden konstruiert mit unterschiedlichen Grundflächen, teils aus statischen Gründen und teils um das Niederschlagswasser leichter abfließen zu lassen. Die Pfeilersockel und die Kämpfer (Tragkonstruktion der Bögen) sind aus Naturstein, das Mauerwerk der Pfeiler  und das Gewölbe besteht aus Ziegel. Das Mauerwerk ist ca. 40 cm stark, die Pfeiler wurden innen mit Schutt aufgefüllt. Der Original-Bauplan befindet sich im Stadtarchiv.

2015 und 2016 wurde das Viadukt letztmalig generalsaniert, 2026 wird die Strecke elektrifiziert.

 

Zwei falsche Geschichten sollen richtig gestellt werden:

Heinrich Wedekind war nicht der Baumeister der Brücke.

Und der Baumeister der Brücke beging vor dem ersten Zug nicht Selbstmord, weil er befürchtete, dass seine Brücke einstürzen würde. Im Gegenteil, Mathias Schönerer unterstützte ein paar Jahre später mit seinen Erfahrungen von diesen Brückenbauten Carl von Ghega beim Bau der Semmeringbahn.