Standort: an der Einfahrt in den Gemeindewald neben der Wulka
Kulturpunkt Nr. 99a
Dieser Kulturpunkt wird bei dm Wanderweg 7 erreicht.
Wenn man von der Landesstraße nach Forchtenstein Richtung Gemeindewald abbiegt, erreicht man bei einer scharfen Linkskurve des Forstweges die Jagdhütte der Mattersburger Jägerschaft. Von Bäumen umgeben an der Wulka gelegen ist dies das letzte bestehende Wohnobjekt der früheren Siedlung der Mattersburg Roma und heute Treffpunkt der Jägerschaft.
Exkurs: Romasiedlung in Mattersburg
1873 sind nur zwei Roma als Einwohner von Mattersburg vermerkt, ab 1882 begann die Zuwanderung der Roma, sie errichteten bei der Rohrbrücke am Waldrand ihre einfachen Häuser und Lehmhütten. Durch die hohen Geburtenraten der Romafamilien stieg die Zahl der Roma deutlich an, 1925 lebten 41 Roma in der Siedlung, 1930 waren es 52 Personen und 1936 bereits 63 Personen. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie mit Hilfsdiensten und Bettelei. Der Terror der Nationalsozialisten begann im Juni 1939 mit der Vertreibung und Vernichtung in den Konzentrationslagern. Nach dem Krieg kehrten einige Roma nach Mattersburg zurück, die Gendarmerie verzeichnet 17 registrierte Personen, die in der Angergasse, in der Judengasse und bei der Rohrbrücke lebten. Bei der Volkszählung 1981 lebten noch acht Angehörige der Roma in Mattersburg.