Standort: Judengasse
Kulturpunkt Nr. 18
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2, 4 und 7 erreicht.
1644 als Judengasse erstmals erwähnt, wohnten die Mattersdorfer Juden zuerst ausschließlich in diesem geschlossenen Gebiet mit einigen Seitengassen (z.B. Winkelgasse und Glaserer-Gassl). Errichtet wurden meist große zweigeschossige Häuser für mehrere Familien. Es gab daher das im heutigen Grundbuch unbekannte "Stockwerkseigentum".
Durch die Wohnraumnot der wachsenden jüdischen Bevölkerung erlaubte der Grundherr Esterhazy 1815 die Erweiterung Richtung "Neugebei" (Hoffmann'scher Garten, heute M.Koch-Straße 30 bis 36) und 1819 mit 12 Häusern beim Schießstatt-Anger ("Neuheisln", heute linke Seite der Angergasse, wahrscheinlich die Häuser Nr. 21 bis ca. Nr. 31).
Die Judengasse war wirtschaftliches Zentrum der jüdischen Gemeinde mit vielen kleinen Handwerks- und Gewerbebetrieben, ca. 50 Familien führten mehr als 80 Unternehmen in Mattersburg.