Standort: Bahnstraße 29 und Wedekindgasse
Kulturpunkt Nr. 39
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2, 4 und 5 erreicht.
Er diente schon zu Beginn der Judengemeinde im 16. Jh. als Friedhof, zuerst im Schutzbrief der Esterhazys im Jahr 1694 erwähnt und in den Jahren 1719 und 1769 zur heutigen Größe erweitert. Belegt bis 1938, von den Nationalsozialisten wurden die meisten Grabsteine zerstört und entfernt. 1966 wurden die verbliebenen Grabsteine gesammelt und am oberen Eingang und in der Mitte zusammengefasst und weitere 150 einheitliche "Stellvertreter-Grabsteine" aufgestellt.
Es sind hier ca. 1.500 Personen bestattet. Nach jüdischem Glauben gehört die Grabstelle dem Verstorbenen, daher werden Grabstellen auch nur einmal belegt und jüdische Friedhöfe sind auf ewig zu erhalten. Der Friedhof befindet sich heute im Eigentum der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und wird gemeinsam mit der Stadtgemeinde gepflegt.
Die Mauer wurde 2025 und 2026 vom Österreichischen Nationalfonds umfassend saniert.