Standort: Mühlgasse 15
Kulturpunkt Nr. 78
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 2 und 5 bis 7 erreicht.
Auch die Kadnar-Mühle wird im Urbar der Grafschaft Forchtenstein im Jahr 1500 bereits als "Obere Mühl" erwähnt. Die wichtigsten Mühlenbesitzer in den folgenden Jahrhunderten heißen Hofer, Päzl, Pinter, Simmel und Krems (der Besitzer des Hauses Gustav Degen-Gasse 9, Kulturpunkt 10).
Im Jahr 1896 kauft die Trausdorfer Müllerfamilie Kadnar die mit einem oberschlächtigen Mühlrad betriebene Mühle und renovierte die Einrichtung. Johann Kadnar erichtete im Garten 1902 auch ein öffentliches Schwimmbad, das bis Anfang der 1960er-Jahre in Betrieb war. Er führte die Mühle bis zu seinem Tod 1919, dann übernahm sein Sohn Karl und baute in den 1920er-Jahren einen Elektromotor als zusätzliche Antriebskraft ein, das Wasserrad war bis 1953 in Betrieb. 1963, nach dem Tod von Karl, übernahm sein zweiter Sohn Johann, allerdings nur mehr zum Mahlen des Futtergetreides. Er errichtete auch den großen Getreidesilo, der jedoch nie ganz fertig gestellt wurde. Als Johann Kadnar 1996 verstarb, stellte seine Tochter Magdalena Kadnar den Betrieb ein. Das Gebäude ist heute noch vorhanden, die Einrichtung aber sehr desolat.