Standort: entlang der Innenseite der Kirchhofmauer
Kulturpunkt Nr. 31
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 1, 2, 4 und 7 erreicht.
Der älteste Friedhof der Gemeinde umgibt die Stadtpfarrkirche und wird von der Kirchhofmauer umschlossen. Da die Gräber in diesem Friedhof oft nach wenigen Jahren geöffnet werden mussten, um kürzlich Verstorbenen Platz zu machen, befand sich an der Südseite der Kirche eine Karner (Gebeinhaus), 1651 erstmals erwähnt. Nach Skelettfunden bei einer Sanierung wird auch ein weiterer Karner unter dem heutigen Turm vermutet.
Der Friedhof muss wegen der Kirchenreformen von Joseph dem II. nach 1782 aufgelassen werden, danach wurden nur mehr wenige Personen in den bestehenden Grüften bestattet. Verdiente Personen und die meisten Pfarrer wurden auch in der Kirche bestattet.
Die Schießscharten der Mauer stammen aus der Zeit der Kuruzzenkriege. In dieser Zeit (1701 – 1714) wurde die Kirche auch mit Wall und Graben umgeben. An der südlichen, hinteren Seite wurde das Gelände außerhalb der Mauer erst 1960 beim Bau der Sportanlagen für die katholische Lehrerbildungsanstalt angeschüttet.