Standort: Schubertstraße 17
Kulturpunkt Nr. 72
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 2 und 4 bis 7 erreicht.
Als Gedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges unter Abtpfarrer Prälat Karl Köppl von Steinmetz Anton Stich errichtet. Die Kapelle ist ein einfacher Rechteckbau, über der östlichen Vorhalle befindet sich ein achteckiges Türmchen mit Spitzhelm. Der Turm beherbergt auch die Totenglocke der Gemeinde. Die Kapelle ist zum Turm hin offen. Im Innenraum steht ein neoklassizistischer Steinaltar mit Tabernakel. Ein schmiedeeisernes Gitter schirmt den Altar und die an den beiden Seiten angebrachten Gedenktafeln der Gefallenen beider Weltkriege ab. Dieses Gitter wird nur zu Gedächtnismessen (meist 1. Sonntag im August) geöffnet. Im 2. Weltkrieg stark beschädigt und 1948 generalsaniert, 1993/1994 wird der umgebende Park (Kriegerpark oder Schubertpark) saniert. 2018 wird die Kapelle neuerlich saniert.
An dieser Stelle im kleinen Park stand vorher die Johanniskapelle, die im Zuge der Kirchenreformen unter Joseph II. ab 1782 entfernt werden musste. Diese Kapelle mit drei Altären stand über einem Brunnen (Johannisbrunnen), auch in dieser Kapelle war schon das Zügenglöcklein (= Sterbeglocke – "in den letzten Zügen liegend") der Gemeinde. Auf einem Ortsplan aus dem Jahr 1793 war die Kapelle noch eingezeichnet, der Brunnen wurde im Zuge der Wulkaregulierung Ende des 19. Jh. zugeschüttet.