Standort: Kriegerpark/Schubertstraße 71
Kulturpunkt Nr. 71
Dieser Kulturpunkt wird bei den Wanderwegen 2 und 4 bis 7 erreicht.
Das älteste Denkmal der Stadt ist eine gotische, vierkantige, mit Blendmaßwerk und Fialen versehene Lichtsäule mit einem aufgesetzten Tabernakel. Der Tabernakel ist zweiseitig geöffnet und mit krabbenbesetzten Kielbögen und Kreuzblumen geschmückt.
Errichtet im Jahr 1446, dem Sterbejahr des letzten Grafen von Mattersdorf-Forchtenstein. Ursprünglich als Totenleuchte im Friedhof aufgestellt, diente die Säule später als Halterkreuz – aufgestellt am Beginn des Weideplatzes für das Vieh, heute Hirtengasse vor der alten Bezirkshauptmannschaft (Kulturpunkt 64). Im Zuge der 1000-Jahr-Feiern in Ungarn 1896 vor das Alte Rathaus (Kulturpunkt 7) gesetzt und mit einer ungarischen Inschrift versehen. 1926 wurde diese Inschrift wieder entfernt und das Halterkreuz im neuen Schubertpark erhöht auf einem quadratischen Sockel aufgestellt. Zuletzt 1993 umfangreich renoviert.
Exkurs: Hochwasser -Bachgasse
Zuetzt am 03. Juli 1944 überflutete nach einem Starkregenereignis die Wulka die gesamte Innenstadt, in der Bachgasse bis zu 2 Meter. Am Martinsplatz bei der danach einsturzgefährdeten Trafik immer noch 1,65 Meter. Auch in den Jahren 1796, 1813, 1875 und 1883 sind in den Chroniken ähnliche Hochwasserereignisse vermekt. Das im Jahr 2014 fertiggestelle Rückaltebecken bei der Weidenbachgasse sollte diese Gefahr aber zukünftig verhindern.